Um
8 Uhr am Morgen des 3. Februars war es endlich soweit, unsere Fähre in Richtung
Südinsel startete. Es war eine ruhige Fahrt mit schönem Wetter und so konnten
wir den Ausblick auf die immer näher kommende Südinsel genießen.
Im
Hafen von Picton angekommen, starteten wir hier beinahe auf den Tag genau, einen
Monat bevor wir Neuseeland verlassen müssen unsere Reise über die Südinsel.
Dabei machen sich verständlicherweise gemischte Gefühle breit. Einerseits
können wir es kaum erwarten nach Hause zu kommen und unsere Lieben wieder zu sehen
und auf der anderen Seite fällt es nach 5 Monaten hier natürlich auch schwer
ein so schönes Land wieder zu verlassen. Aber ähnlich gemischte Gefühle hatten
wir auch vor unserer Abreise aus Deutschland. Veränderungen gehen einfach immer mit solchen
Gefühlen einher. Daher genießen wir jetzt einfach, sowohl die Vorfreude auf zu
Hause, als auch den Monat in Neuseeland der noch vor uns liegt.
Als
ersten Stopp für unsere Reise hatten wir uns Nelson ausgesucht und fanden die
kleine Stadt, die für ihre schöne Landschaft, ihre beliebten Kunstevents und
ihre charmanten Holzhäuser bekannt ist auf Anhieb sympatisch. Aber trotzdem
wir auch mit dem Hostel ins schwarze getroffen haben, hatten wir mit dem Wetter
leider nicht so viel Glück. So regnete
es über unsere 1 ½ Tage in Nelson fast durchgängig und es blieben uns nicht
viele Optionen. Aber wir machten das beste aus unserer Zeit und schwommen ein
paar Runden im Riversidepool der Stadt, genossen den Film „Silverlinings
Playbook“ im Kino und besichtigten die im Art-deco Stil erbaute Christ Church
Cathedral.
Außerdem fanden wir ein
wirkliches Highlight der Stadt nicht weit von unserem
Hostel entfernt. Im Schmuckladen von Jens Hansen wurden die
original Ringe für die Dreharbeiten zu „Der Herrr der Ringe“ hergestellt und
heute wird im Geschäft einer von den fast 40 in verschiedenen Größen
hergestellte Originalringe ausgestellt.
Also
ob das nicht toll genug war, zeigte uns eine nette Mitarbeiterin des Geschäfts
noch ein ganz besonderes Schmuckstück: einen überdimensionalen Goldring, der
extra für die Close-up-Szenen im Film angefertigt wurde.
Am
Ende haben wir also trotz schlechtem Wetters einiges von Nelson zusehen
bekommen und konnten nach 2 Nächten mit gutem Gewissen weiter Richtung Süden
ziehen.

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