Samstag, 27. Oktober 2012

26. Oktober – Eine Fahrt mit dem Cable Car

Nach 6 anstrengenden, aber schönen Arbeitstagen im Cafe genossen wir am Donnerstag und Freitag zwei freie Tage. Den ersten haben wir vorwiegend mit Haushaltsaufgaben und unserem Wocheneinkauf verbracht, sodass wir heute ganz in Ruhe einen Sightseeing-Tag einlegen konnten. Wir machten uns also nach einem ausgiebigen Frühstück auf zum Lambton Quay, um von hier aus mit dem berühmten Wellington Cable Car hoch zum Botanischen Garten zu fahren.


Für 6 Dollar pro Person kauften wir uns ein Ticket für die Hin- und Rückfahrt und schon kurz darauf saßen wir in einem der zwei Roten Wagen, die auf der Strecke verkehren. Beide können bis zu 100 Passagiere transportieren und benötigen für eine Strecke ca. 10 Minuten. Seit Februar 1902 ist die Cable Car Strecke in Betrieb.


Auf der kurzen Srecke bis ganz nach oben zum Kelburn Aussichtspunkt gibt es 3 Haltepunkte und 3 Tunnel. Oben angekommen bot sich uns ein atemberaubender Blick über Wellington und den großen Hafen von Tara (Te Whanganui a Tara). Hier kann man wirklich Fotos machen, die wirken, als wären sie von einer Postkarte. Bis auf leichten Nieselregen hatten wir auch Glück mit dem Wetter an diesem Tag.


Nur wenige Schritte vom Aussichtpunkt entfernt befindet sich das Cable Car Museum, welches im Original Maschinenraum des Cable Cars gelegen ist. Der Eintritt ist frei und man kann hier zwei Original Cable Car Wagen und die früher verwendete Technik bestaunen.


Nach einem kurzen Rundgang ging unser Ausflug durch den Botanischen Garten. Auf 25 Hektar kann man sich seinen Weg durch neuseeländischen Wald, vorbei an vielen einheimischen Pflanzen, einem Begonien Haus, einem Rosenhaus und einem Baumhaus, bis zurück in die Stadt suchen. Rosa Blumen wiesen uns hierbei den Weg.





Da wir jedoch Hin und Rückfahrt mit dem Cable Car genießen wollten, machten wir nur einen kleinen Spaziergang und genossen den Ausblick auf die Natur auf einer Bank.


Nachdem wir genug gesehen hatten und sich der Hunger bemerkbar machte, traten wir unsere zweite Fahrt mit dem Cable Car an. Wieder unten angekommen, entschieden wir, uns einen Schokokuchen und einen Schokomilchshake bei McDonalds zu gönnen. 


Das war dann der perfekte Abschluss für unseren Sightseeing-Tag! :-)

Samstag, 20. Oktober 2012

18. Oktober - Im Te Papa Wellington

Heute sind wir am unserem freien Tag in Wellingtons bekanntestes und gleichzeitig Neuseelands bestes Museum, das Te Papa, gegangen. 


Das Nationalmuseum dominiert Wellingtons Küstenstreifen und präsentiert kulturelle und historische Artefakte und feiert all das, was Neuseeland ausmacht. Die Ausstellungen sind in großen Galerien untergebracht und beeindrucken mit allerlei Hightech.


Wir haben uns zusammen mit Sabine, einer Backpackerin aus Österreich, die für ein paar Tage in Wellington war, aufgemacht, um die Schätze des Museums zu entdecken. Gleich zu Anfang sahen wir schon eines der größten Highlights: den gigantischen Kraken. 



Er ist konserviert und man kann sich sogar in einem Video ansehen, wie er gefangen und präpariert wurde. Das ist wirklich der Wahnsinn! Nur mal so, um euch eine Vorstellung zu geben: Der Kraken soll Fußball große Augen gehabt haben, die man im konservierten Zustand zum Glück nicht mehr sieht! ;)

Das Museum hat aber noch viel mehr zu bieten. So konnten wir beispielsweise in einer Simulation hautnah miterleben, wie sich ein Erdbeben anfühlt. Außerdem haben wir verschiedene Filme über die Menschen und über die Natur Neuseelands gesehen und eine Frau dabei beobachten können, wie sie einen echten Maori Umhang anfertigt. 


Es gab so viel zu sehen und es ist wirklich viel spannender und interessanter gestaltet als die meisten Museen.

Gum des berühmten neuseeländischen Kauribaums

Figur eines Moas (ein großer Flugunfähiger Vogel der früher in Neuseeland heimisch war)

Globus auf dem die tektonischen Platten der Erde gezeigt sind
Eine Grenze zweier Platten verläuft genau durch Wellington
 

 
Trotz dem das Museum außerordentlich gut war, waren wir nach drei Stunden völlig geschafft und nicht mehr aufnahmefähig. Wir entschlossen den Rest des Museums an einem anderen Tag zu besichtigen, was kein Problem war, da im Te Papa kein Eintritt verlangt wird. Als Abschluss genossen wir noch die herrliche Buschlandschaft hinter dem Museum und den Ausblick, den man von hier aus auf Wellington hat. 


 





Da sich das Wetter anschließend etwas verschlechterte, entschlossen wir den Rest des Tages zu Hause zu verbringen und einfach noch etwas leckeres zu kochen. Das Wochenende über haben wir wieder Dienst im „Chocolate Fish Cafe“. Da während unserer Arbeitszeit hier, wie schon erwähnt, der Alltag eingekehrt ist, werden wir wohl in den 3 Monaten, die wir hier in Wellington verbringen, etwas seltener bloggen. Sicher gibt es viel in Wellington zu entdecken, worüber wir berichten werden, aber es wird bestimmt viel weniger zu berichten sein, als im letzten Monat. Also macht euch keine Sorgen! Es geht uns gut, auch wenn wir länger nichts von uns hören lassen. :) 

Samstag, 13. Oktober 2012

13. Oktober – Alltag in Wellington

Heute ist das Wetter in Wellington sehr schlecht. Wind und Regen bestimmen das Bild, wenn wir aus unserem Zimmerfenster schauen. Vor zwei Tagen sah das noch ganz anders aus. Da war noch strahlender Sonnenschein und wir mussten aufpassen, dass wir uns keinen Sonnenbrand holen. Aber wie wir schon oft erfahren mussten, ist es nicht ungewöhnlich, dass sich das Wetter hier schnell ändern kann.

Nachdem wir am Dienstag, Donnerstag und Freitag unsere ersten Arbeitstage im Cafe hatten, haben wir heute nochmal frei, wegen des schlechten Wetters. Da das Cafe nämlich direkt an der Küste liegt, ist es immer wetterabhängig, wie viel Kundschaft den Weg dorthin findet. An unserem ersten Arbeitstag war das Wetter zum Glück nicht so sonnig. So konnten wir uns in Ruhe in die Abläufe und Arbeiten im Cafe einweisen lassen. 

Am zweiten Tag war dafür schon nicht mehr so viel Zeit, denn an diesem heißen Frühlingstag saß, sowohl im Cafe, als auch im Außenbereich alles voll. Die Schlange am Tresen war konstant lang und alles rotierte pausenlos. Unsere Kollegen meinten aber, dass das nur ein Vorgeschmack auf die wirklich stressigen Tage war.
Aber nachdem wir nun schon drei Tage im „Chocolate Fish Cafe“ gearbeitet haben und uns jeden Tag zum Mittag etwas von der Speisekarte aussuchen konnten, können wir gut verstehen, warum das Cafe so beliebt ist! Alle Mitarbeiter sind unglaublich freundlich, gelassen und gut drauf, die Atmosphäre hat etwas von Urlaub und ist gemütlich, familiär und das Essen ist einmalig köstlich. Die Speisekarte enthält vorwiegend Sandwiches, von denen die meisten mit Fisch belegt sind. Aber es gibt auch ein Schnitzel-Sandwich, Burger, Suppe, Salat und eine große Auswahl an Kuchen und Gebäck. Letzteres wird jeden Tag im Cafe selbst gebacken, was immer herrlich duftet.
Achso und wenn ihr euch, wie wir anfangs auch, über den Namen Chocolate Fish wundert, dann sei euch gesagt, dass es hier in Neuseeland eine Süßigkeit gibt, die den Namen „Chocolate Fish“ trägt. Das ist ein Marshmallow in Form eines Fisches der mit einer dünnen Schokoladenschicht überzogen ist. Einfach göttlich! Auf so eine Idee muss man erstmal kommen! :-)


Zusammengefasst liefen unsere ersten Arbeitstage also gut und alle waren zufrieden mit uns, was heißt: Wir haben den Job!^^
Als ob das dann nicht schon toll genug wäre, haben wir am Mittwoch auch den Mietvertrag für unser Zimmer unterschrieben und sind gleich darauf eingezogen. Stück für Stück haben wir dann all unsere Sachen den Berg bis zu unserem Zimmer hoch geschafft. Ist auf jeden Fall ein gutes Training gewesen!

Berg den wir zur Wohnung erklimmen müssen :-D

 Als das geschafft war, trafen wir uns zum Mittag mit Sebastian, der auf seiner Reise für 3 Tage in Wellington einen Stopp eingelegt hat. Zusammen gönnten wir uns dann ein köstliches Mittagessen für nur 12 Dollar pro Person bei „Great India“. 


Theres und ihr Butter Chicken mit Garlic Bread und Spicy Rice

Anschließend zeigten wir Sebastian ein wenig die Stadt, wie wir sie bis jetzt kennen gelernt hatten. Auf unserem Weg kamen wir auch am Embassy Theater vorbei, in dem Ende November die Premiere von „Der Hobbit“ stattfinden wird. Von außen unscheinbar ist das Kino, von innen aber ein echter Hingucker! Alles sehr edel und schick gestaltet und Bilder an den Wänden erinnern an die früheren Premieren von „Der Herr der Ringe“, die hier auch schon statt gefunden haben. Und dieses Jahr können wir dabei sein! Und den Film im selben Kino ansehen, wie auch die Stars kurz zuvor. Jippie!



Aber auch insgesamt sind wir in Neuseeland der ganzen Filmszene noch viel näher als gedacht. So erzählen uns immer wieder Leute, die wir in Hostels treffen, dass sie am Set von „Der Hobbit“ gearbeitet haben, unser Arbeitskollegen berichten von Geschichten, wie die ganze Crew im „Chocolate Fish Cafe“ gegessen hat, wie Orlando Bloom mit seiner Freundin am Tresen seine Bestellung aufgegeben hat und wie Andy Serkis eine Figur im Cafe unterschrieben hat. 


Auch die Filmstudios in denen zurzeit noch am Film gearbeitet wird, sind gleich um die Ecke vom Cafe und Peter Jackson wohnt auf der anderen Seite des Berges. Bei all solchen Geschichten bleibt uns dann immer nur der Mund offenstehen!^^
Mit Wellington haben wir uns auf jeden Fall die Richtige Stadt für einen längeren Aufenthalt ausgesucht!

Nachdem wir am Mittwoch dann noch mit Sebastians Hilfe (vielen Dank nochmal dafür!) im Warehouse Sachen für unser Zimmer gekauft haben, kehrt hier langsam auch ein bisschen Alltag ein und wir müssen zum ersten Mal seit 1 ½ Monaten nicht daran denken, wohin wir als nächstes umziehen. Unser Zimmer sieht auch schon wirklich heimisch aus, oder?^^


 
Leider gibt es hier, wie schon in keinem Hostel davor, eine Heizung im Zimmer. Da die Nächte hier jetzt aber noch ziemlich kalt sind und die Fenster nicht wirklich dicht, wäre eine Heizung schon von Vorteil. Zum Glück sind die Neuseeländer, wie schon vorher erwähnt einfach unfassbar freundlich! Nachdem wir unsere Situation auf Arbeit kurz geschildert hatten, haben uns sofort alle ihre Hilfe angeboten und nach unserer Schicht hat uns unsere Kollegin Ola mir zu sich nach Hause genommen, uns Bettzeug, Geschirrtücher, eine Pfanne und noch vieles mehr rausgesucht und uns damit nach Hause gefahren. Heute treffen wir uns mit ihr im Starbucks. Sie ist unheimlich nett! Wir sind einfach sprachlos über so viel Herzlichkeit! Wenn so der Alltag hier aussieh,t dann werden die 3 Monate sicher wie im Flug vergehen. :)

Sonntag, 7. Oktober 2012

08. Oktober - Windy Welly

Seit Dienstag sind wird nun schon in der windigen Hauptstadt Neuseelands und seither ist viel passiert und wir haben viel gesehen.


Civic Square

Wellington Habour
kreatives Toilettenhinweisschild am Hafen^^


Hergekommen sind wir mit dem Wunsch hier 3 Monate zu arbeiten und zu leben. Als erstes nahmen wir uns am Mittwoch also vor die Stadt zu erkunden und in allen Hostels, die uns dabei begegneten nach der Möglichkeit einer Unterbringeung für einen so langen Zeitraum zu fragen. Kurz und knapp war unser Fazit des Tages: Wir lieben Wellington! Aber es gibt keine günstigen Hostels, die sauber genug sind, um dort 3 Monate zu bleiben. 
Letztere Erkenntnis war erstmal sehr ernüchternd! Aber wir gaben nicht auf und setzten uns am selben Abend noch vor den Computer, um WG-Zimmer rauszusuchen und uns darauf zu bewerben. Diesen Tipp hat uns eine Rezeptionistin im Nomads gegeben und wie sich später herausstellte, war das wirklich ein super Gedanke! Schon am Donnerstag konnten wir uns erste Wohnungen anschauen und waren begeistert. Nicht nur, dass sie günstig waren, nein sie waren außerdem sauber und gut gelegen. 
Am Ende hatten wir die Wahl zwischen zwei echt schönen Wohnungen. Wir haben uns nun für die günstigere Variante entschieden, bei der wir uns Küche und Bäder zwar mit ein paar mehr Mitbewohnern teilen müssen, aber dafür haben wir hier ein richtig schönes großes Zimmer mit zwei Betten und Internetzugang. 
Im Moment steht nur ein großes Bett drin aber das wird noch geändert bevor wir einziehen, was vorraussichtlich am 10. Oktober sein wird.:)

Nachdem wir uns um unsere Unterkunft gekümmert hatten, fuhren wir am Freitag mit dem Bus zu unserem 1. Jobinterview in Wellington und es lief super! Nun dürfen wir schon morgen in dem kleinen, aber sehr gut besuchten "Chocolate Fish Cafe" in Shelly Bay Probearbeiten. Das wird aufregend!


Nachdem wir so gut mit den wichtigen Aufgaben, die wir in Wellington zu erledigen hatten, voran gekommen sind, haben wir uns das Wochenende mal frei genommen.^^ Wir waren ein wenig shoppen, was wir aufgrund des schlechten Wetters heute sicher noch weiter fortführen werden.

Doch bevor wir uns erstmal bis zum nächsten Blog wieder bei euch verabschieden, müssen wir noch von einem ganz besonderem Erlebnis von Samstag Abend mitr euch teilen. Zu dieser Zeit haben wir noch im Base Hostel in Wellington übernachtet und hatten in unserem Zimmer zwei sehr nette Kiwi-Mitbewohnerinnen. Mit den beiden haben wir uns während unseres Aufenthalts sehr gut verstanden und oft unterhalten. Eigentlich war auch bei ihnen geplant am Sonntag Morgen abzureisen, doch als wir Samstag spät abends ins Zimmer kamen, waren ihre Betten geräumt. Auf unseren Betten lag jedoch für jeden von uns ein verpacktes Geschenk mit einer kleinen Nachricht darauf:


 Leider haben wir keine Telefonnummern ausgetauscht und kennen auch die Nachnamen der beiden nicht, um uns zu bedanken. Was wir aber wissen, ist dass Kat im Base Hostel in Rotorua hinter der Bar arbeitet. Das bedeutet für uns: dort müssen wir auf jeden Fall vorbei schauen ;-)

Dienstag, 2. Oktober 2012

02. Oktober - You don't have to be nude to travel naked...

Jedenfalls nicht in Neuseeland. 
Aber bevor wir darauf kommen müssen wir euch noch zeigen, wie uns der Sky Tower, der nachts sonst immer blau beleuchtet ist, verabschiedet hat. Komplett in Pink!!! :)


Nun jedoch weiter zum nächsten Tag. Wir sind also heute mit "Nackedbus" nach Wellington gefahren. Wie schon erwähnt ist der Name hier aber nicht Programm.


Es war eine ganz normale und sehr sehr lange Busfahrt. 12 Stunden haben wir von Auckland bis nach Wellington gebraucht. Viele Pausen, wunderschöne Landschaften und kurvenreiche Wege prägten die Fahrt.




Dennoch waren wir mehr als froh, als wir um 21 Uhr endlich in Wellington angekommen sind. Nach ein paar kleinen Umwegen fanden wir auch das Nomads Hostel und fielen erschöpft in unsere Betten.