Samstag, 13. Oktober 2012

13. Oktober – Alltag in Wellington

Heute ist das Wetter in Wellington sehr schlecht. Wind und Regen bestimmen das Bild, wenn wir aus unserem Zimmerfenster schauen. Vor zwei Tagen sah das noch ganz anders aus. Da war noch strahlender Sonnenschein und wir mussten aufpassen, dass wir uns keinen Sonnenbrand holen. Aber wie wir schon oft erfahren mussten, ist es nicht ungewöhnlich, dass sich das Wetter hier schnell ändern kann.

Nachdem wir am Dienstag, Donnerstag und Freitag unsere ersten Arbeitstage im Cafe hatten, haben wir heute nochmal frei, wegen des schlechten Wetters. Da das Cafe nämlich direkt an der Küste liegt, ist es immer wetterabhängig, wie viel Kundschaft den Weg dorthin findet. An unserem ersten Arbeitstag war das Wetter zum Glück nicht so sonnig. So konnten wir uns in Ruhe in die Abläufe und Arbeiten im Cafe einweisen lassen. 

Am zweiten Tag war dafür schon nicht mehr so viel Zeit, denn an diesem heißen Frühlingstag saß, sowohl im Cafe, als auch im Außenbereich alles voll. Die Schlange am Tresen war konstant lang und alles rotierte pausenlos. Unsere Kollegen meinten aber, dass das nur ein Vorgeschmack auf die wirklich stressigen Tage war.
Aber nachdem wir nun schon drei Tage im „Chocolate Fish Cafe“ gearbeitet haben und uns jeden Tag zum Mittag etwas von der Speisekarte aussuchen konnten, können wir gut verstehen, warum das Cafe so beliebt ist! Alle Mitarbeiter sind unglaublich freundlich, gelassen und gut drauf, die Atmosphäre hat etwas von Urlaub und ist gemütlich, familiär und das Essen ist einmalig köstlich. Die Speisekarte enthält vorwiegend Sandwiches, von denen die meisten mit Fisch belegt sind. Aber es gibt auch ein Schnitzel-Sandwich, Burger, Suppe, Salat und eine große Auswahl an Kuchen und Gebäck. Letzteres wird jeden Tag im Cafe selbst gebacken, was immer herrlich duftet.
Achso und wenn ihr euch, wie wir anfangs auch, über den Namen Chocolate Fish wundert, dann sei euch gesagt, dass es hier in Neuseeland eine Süßigkeit gibt, die den Namen „Chocolate Fish“ trägt. Das ist ein Marshmallow in Form eines Fisches der mit einer dünnen Schokoladenschicht überzogen ist. Einfach göttlich! Auf so eine Idee muss man erstmal kommen! :-)


Zusammengefasst liefen unsere ersten Arbeitstage also gut und alle waren zufrieden mit uns, was heißt: Wir haben den Job!^^
Als ob das dann nicht schon toll genug wäre, haben wir am Mittwoch auch den Mietvertrag für unser Zimmer unterschrieben und sind gleich darauf eingezogen. Stück für Stück haben wir dann all unsere Sachen den Berg bis zu unserem Zimmer hoch geschafft. Ist auf jeden Fall ein gutes Training gewesen!

Berg den wir zur Wohnung erklimmen müssen :-D

 Als das geschafft war, trafen wir uns zum Mittag mit Sebastian, der auf seiner Reise für 3 Tage in Wellington einen Stopp eingelegt hat. Zusammen gönnten wir uns dann ein köstliches Mittagessen für nur 12 Dollar pro Person bei „Great India“. 


Theres und ihr Butter Chicken mit Garlic Bread und Spicy Rice

Anschließend zeigten wir Sebastian ein wenig die Stadt, wie wir sie bis jetzt kennen gelernt hatten. Auf unserem Weg kamen wir auch am Embassy Theater vorbei, in dem Ende November die Premiere von „Der Hobbit“ stattfinden wird. Von außen unscheinbar ist das Kino, von innen aber ein echter Hingucker! Alles sehr edel und schick gestaltet und Bilder an den Wänden erinnern an die früheren Premieren von „Der Herr der Ringe“, die hier auch schon statt gefunden haben. Und dieses Jahr können wir dabei sein! Und den Film im selben Kino ansehen, wie auch die Stars kurz zuvor. Jippie!



Aber auch insgesamt sind wir in Neuseeland der ganzen Filmszene noch viel näher als gedacht. So erzählen uns immer wieder Leute, die wir in Hostels treffen, dass sie am Set von „Der Hobbit“ gearbeitet haben, unser Arbeitskollegen berichten von Geschichten, wie die ganze Crew im „Chocolate Fish Cafe“ gegessen hat, wie Orlando Bloom mit seiner Freundin am Tresen seine Bestellung aufgegeben hat und wie Andy Serkis eine Figur im Cafe unterschrieben hat. 


Auch die Filmstudios in denen zurzeit noch am Film gearbeitet wird, sind gleich um die Ecke vom Cafe und Peter Jackson wohnt auf der anderen Seite des Berges. Bei all solchen Geschichten bleibt uns dann immer nur der Mund offenstehen!^^
Mit Wellington haben wir uns auf jeden Fall die Richtige Stadt für einen längeren Aufenthalt ausgesucht!

Nachdem wir am Mittwoch dann noch mit Sebastians Hilfe (vielen Dank nochmal dafür!) im Warehouse Sachen für unser Zimmer gekauft haben, kehrt hier langsam auch ein bisschen Alltag ein und wir müssen zum ersten Mal seit 1 ½ Monaten nicht daran denken, wohin wir als nächstes umziehen. Unser Zimmer sieht auch schon wirklich heimisch aus, oder?^^


 
Leider gibt es hier, wie schon in keinem Hostel davor, eine Heizung im Zimmer. Da die Nächte hier jetzt aber noch ziemlich kalt sind und die Fenster nicht wirklich dicht, wäre eine Heizung schon von Vorteil. Zum Glück sind die Neuseeländer, wie schon vorher erwähnt einfach unfassbar freundlich! Nachdem wir unsere Situation auf Arbeit kurz geschildert hatten, haben uns sofort alle ihre Hilfe angeboten und nach unserer Schicht hat uns unsere Kollegin Ola mir zu sich nach Hause genommen, uns Bettzeug, Geschirrtücher, eine Pfanne und noch vieles mehr rausgesucht und uns damit nach Hause gefahren. Heute treffen wir uns mit ihr im Starbucks. Sie ist unheimlich nett! Wir sind einfach sprachlos über so viel Herzlichkeit! Wenn so der Alltag hier aussieh,t dann werden die 3 Monate sicher wie im Flug vergehen. :)

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