Dienstag, 29. Januar 2013

22. Januar – Im Reisestress



Am Tag nach unserem Matamata-Trip ging es für uns weiter nach Raglan, was über die Grenzen Neuseelands hinaus bei Surf Fans für seine perfekten Surfspots bekannt ist. In unmittelbarer Nähe des Mt. Karioi, der wegen seiner Ähnlichkeit mit einer schlafenden Frau auch „Sleeping Lady“ genannt wird, wohnten wir mitten in ursprünglichem Buschland in der Karioi Lodge. Von hier aus hatten wir einen tollen Ausblick auf die Whale Bay und mussten nur vor unsere Zimmertür gehen, um einen kleinen Spaziergang im Busch zu machen. 


Am Abend machten wir dann eine Sunset Cruise am Hafen von Raglan und genossen hier nicht nur lecker Fish n Chips sondern auch den Blick auf den Sonnenuntergang und die wunderschöne und felsige Küste von Raglan. 


 

 

Als wir später wieder zurück in der Lodge waren, bekamen wir noch die Glühwürmchen zu sehen, auf welche wir schon am Nachmittag durch ein Schild am Straßenrand aufmerksam gemacht wurden. 

 
Die Glühwürmchen selbst waren ein sehr genialer Anblick, den wir aber leider nicht auf einem Foto festhalten konnten. Aber manche Erinnerungen kann man eben nur in seinem Köpfchen haben. ;)

Schon am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns wieder von Raglan und fuhren über Otorohanga zu den Waitomo Caves. Diese Kalksteinhöhlen sind für ihre abenteuerlichen Touren durch die unterirdischen Steinformationen und die dort lebenden Glühwürmchen bekannt. Wir entschieden uns die für Hagas Honking Hole Tour und können das auch im nachhinein nicht bereuen. Es kostete uns anfangs zwar einiges an Überwindung in diese engen und dunklen Hölen hinab zu klettern und uns abzuseilen, aber schon nach kurzer Zeit war es einfach nur noch viel Spaß. 


Der tiefste Punkt den wir erreichten war bei 18 m unter dem Erdboden und von dort an hieß es das alles wieder nach oben zu klettern. Doch mit einer kleinen Essens- und Trinkpause im „Hard Rock Cafe“ (also auf harten Steinen, in einer kleinen Höle) war auch das kein Problem. Aber bei allem Spaß waren wir nach ca. 3 Stunden doch verdammt froh, als wir wieder das Tageslicht erblickten.



Erschöpft stiegen wir nach einer kleinen Mittagspause wieder in den Straybus und fuhren weiter nach Mourea. Hier machten wir halt in einem kleinen Maori Village und wurden traditionell von den dort lebenden Maori begrüßt und freundlich umsorgt.

 
Wir bekamen Abendessen, machten eine Tour durch den Busch, auf der wir einen unwerfenden Wasserfall sahen, und bekamen unterwegs die heilenden Wirkungen der verschiedensten Pflanzen erklärt.



Außerdem wurden uns traditionelle Tänze, wie der Haka, vorgeführt und wir durften selbst einmal eine kleine Runde mit tanzen. Alles war so herzlich und man hat sich dadurch sehr schnell sehr wohl gefühlt. Am Abend richteten wir uns dann alle ein Bett im Marei ein und bekamen quasi als Einschlafsgeschichte noch mehr von über die Maorikultur erzählt.

 
Zum Frühstück erwartete uns wieder ein reichhaltiges Buffet, jedoch war unsere Zeit im Dorf anschließend auch schon wieder vorbei.



Denn unsere Reise ging weiter und nach nur kruzer Fahrt kamen wir in Rotorua an. Schon beim ersten Atmenzug an der schwefelreichen Luft der Stadt wussten wir, warum alle sagen, dass diese Stadt stinkt. Durch die sprühenden Geysire, die dampfenden Thermalquellen und brodelnden Schlammtümpel riecht beniahe die ganze Stadt nach faulen Eiern. Angeblich soll diese Luft gut für Menschen mit Astma sein, aber wir konnten den Geruch nicht wirklich ertragen. Während unserer kleinen Tour durch das Living Thermal Village Whakarewarewa in Rotorua wurde uns trotz der schönen Führung den wirklich interesant aussehenden qualmenden Löchern etwas flau, weil hier der Geruch wirklich extrem war.



Für den nächsten Tag hatten wir uns dann etwas ausgesucht, für das wir nicht in die Nähe dieser stinkenden Löcher kommen mussten. Denn da ging es zum Zorbing. In einer überdimensional großen durchsichtigen Plastikkugel, die mit etwas Wasser befüllt war, rollten wir hier den Berg hinunter. Der Wahnsinn! Wie eine Wasserrutsche nur viel besser! Wenn es nicht ziemlich preisintensiv gewesen wäre, hätten wir am liebsten gleich noch eine Runde gedreht. 



Aber nach dem straffen Reisezeitplan ließen wir unseren Abend anschließend entspannt mit einem kleinen Stadtspaziergang am Lake Rotorua, einer Runde schwimmen im Pool der Hostels und einem kühlen Cocktail in der Lavabar ausklingen. 


Damit haben wir nun wieder unsere Kräfte für die morgige Weiterreise Richtung Gisborne aufgetankt. Ach ja und wir haben eine der lieben Kiwi Mädel besucht, die uns vor einigen Monaten die süßen Geschenke auf unserem Hostelbett hinterlassen haben. Weil sie uns ja erzählt hatte, dass sie in Rotorua wohnt und dort in der Bar vom Basehostel arbeitet, haben wir dort wie schon gesagt, mal vorbei geschaut und sie hatte tatsächlich Dienst und war total froh uns zu sehen. Sie hat uns dann sogar noch einen so genannten „Snickers Schnaps“ und einen Cosmopoliten spendiert. Anschließend haben wir uns noch sehr gut mit ihr unterhalten. Ganz toll und damit wirklich ein toller Abend!

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